Anwendungsbeispiel für Hanffaser-Dämmwolle:

Dachdämmung von oben

Bei dem vorliegenden Beispiel handelt es sich um die nachträgliche Dämmung eines alten Bauernhauses im Rahmen einer Dachsanierung.

In diesem Fall bestand das Problem, dass das Obergeschoss bereits bis in die Dachschräge hinein bewohnt war und die Räume erhalten werden sollten. Damit mussten notwendigerweise die gesamten Dämm- und Dichtungsarbeiten von oben durchgeführt werden.

So gesehen wurden viele Schritte in umgekehrter Reihenfolge durchgeführt:

Dachdämmung von oben
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Diese Vorgehensweise hat einen offensichtlichen Nachteil, weshalb sie normalerweise nicht angewendet wird: Die gesamten umfangreichen Dämm- und Abdichtungsarbeiten mussten ohne verlässlichen Regenschutz durchgeführt werden. Jeden Tag (und bei unsicherer Wetterlage öfter) musste der offene Dachteil mit Folien abgedeckt werden. Von daher ist sie erst einmal nur als Notlösung für diesen speziellen Fall zu empfehlen.

Allerdings: Andere Eigenbauer haben sich durch dieses Verfahren inspirieren lassen und haben es uns in modifizierter Form nachgetan, obwohl der Dachbereich nicht bewohnt war und bei ihnen somit von unten frei zugängig: Nachdem der Dachstuhl freigelegt war und eventuelle Schäden repariert waren, wurde das Dach mit einer Folie dauerhaft abgedeckt. Dann konnte in aller Ruhe von unten Luftdichtpappe geklebt und die Stützschalung montiert werden. Somit musste von oben dann nur noch die Schalung montiert, die bereits vorgelockerte Hanffaser-Dämmwolle eingebracht und die Schalung aus Holzfasern im regenunsicheren Bereich aufgebracht werden. Der Vorteil dieser Methode ist, sich damit die Einbringung der Hanffaser-Dämmwolle sehr bequem gemacht zu haben. Bei einem relativ kleinen Dach und sicherer Wetterlage ist dieses Verfahren durchaus empfehlenswert.



 
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