Seminarbericht - Lehmputz

1. Eigenschaften von Lehm

verschiedene Fertigprodukte und Zuschlagstoffe
verschiedene Fertigprodukte
und Zuschlagstoffe
(Bild vergrößern)

Jeder Lehm aus der Natur ist anders. Es gibt magere, fette, schluffige, steinige Lehme. Ihre Zusammensetzung und Eigenschaften zu verstehen, hilft die richtige Mischung herzustellen und auch das Verhalten von Fertigmischungen besser zu deuten.
 
Wir nehmen verschiedene Grubenlehme und Fertigprodukte in die Hand – so merkt man die Unterschiede ganz von alleine. Welche Vor- und Nachteile sich daraus für den Lehmputz ergeben, und wie sie am besten aufbereitet werden, das erklären wir dabei.

 
 
 
 

2. Vorbereitung von Putzuntergründen

Anbringen von Schilfrohrputzträger auf Holzbalken
Anbringen
von Schilfrohrputzträger
auf Holzbalken
(Bild vergrößern)

Ein lästiges Thema, das aber gar nicht genug Beachtung erfahren kann, weil auch der beste Lehmputz auf ungeeigneten oder schlecht vorbereiteten Untergründen nicht dauerhaft hält oder Risse bilden kann. Mauerwerk, alte Lehmgefache, verputzte Flächen, alte Farbanstriche, OSB-Platten, Gipsplatten, Holz, Dämmplatten....
 
Wir gehen alle möglichen Untergründe durch - besonders diejenigen, die die Teilnehmer auf ihrer Baustelle erwartet – und zeigen wie sie vernünftig vorbereitet werden müssen.

 
 
 
 

3. Herstellung verschiedener Putzmischungen

Wasserzugabe mit Bedacht
Wasserzugabe mit Bedacht
(Bild vergrößern)
 
Probeflächen verschiedener Putzmischungen
Probeflächen verschiedener
Putzmischungen
(Bild vergrößern)

Man nehme Lehm, Sand, Stroh, Wasser.... - Putzmischungen herstellen ist ein bißchen wie backen. Auf die richtige Rezeptur kommt es an und die richtige Bearbeitung.
 
Auch wenn mit Fertigmischungen gearbeitet wird, ist es sinnvoll zunächst einmal eine Putzmischung selber herzustellen, um zu verstehen, welche Wirkung die einzelnen Zuschlagstoffe haben und wie sich die Mischung verändert, wenn die Anteile variiert werden. Dabei verwenden wir sowohl klassifizierten Baulehm als auch Lehmpulver.
 
Wer eigenen Grubenlehm hat und gerne verwenden möchte, ist herzlich eingeladen, diesen mitzubringen und eine Probemischung herzustellen.
 
Fertigmischungen von namhaften Lehmprodukteherstellern halten wir auch bereit, damit diese ebenfalls ausprobiert werden können.

 
 
 
 

4. Unterputz - Einarbeiten von Armierungsgewebe

Deckenputz
Deckenputz
(Bild vergrößern)

In den meisten Fällen muss 2-lagig verputzt und ein Armierungsgewebe eingelegt werden, um Risse zu verhindern. Welche Untergründe kann man auch einlagig verputzen? Welches Armierungsgewebe kann ich verwenden? Wie trage ich den Putz auf? Diese Fragen werden natürlich beantwortet und die vielen anderen Fragen, die da noch kommen auch.
 
Wir ziehen Probeflächen auf und arbeiten das Gewebe ein. Dabei ist es wichtig zu wissen, wie man am besten vorgeht, welches Werkzeug man verwendet und wie man auch eine große Wand bewältigen kann oder den Putz auch an der Decke zum Halten bekommt.

 
 
 
 

5. Oberputz - Ausarbeiten von Putzoberflächen

Lehmoberflächen können sehr unterschiedlich ausgearbeitet werden. Der eine mag es gerne etwas rustikaler, die andere lieber geglättet oder benutzt gerne den Schwamm. Aber in einem Punkt sind sich alle einig – der Putz soll nicht absanden und eine homogene Oberflächenstruktur bekommen. Welche Techniken wir verwenden können und welche Werkzeuge dazu nützlich sind, das zeigen wir und probieren wir natürlich auch aus.

Glätten von Oberputz
Glätten von Oberputz
(Bild vergrößern)
 
Ausarbeitung vom Übergang zum Holz
Ausarbeitung
vom Übergang zum Holz
(Bild vergrößern)
 

Wandfarben auf Lehmputz

Damit die guten Eigenschaften des Lehmputzes nicht durch die falsche Wandfarbe zunichte gemacht wird, widmen wir uns auch kurz diesem Thema und stellen die Bandbreite an Farben vor, die sinnvollerweise auf Lehmflächen zum Einsatz kommen. In den Räumen vom NaturBauHof gibt es viele Beispiele, die wir uns zusammen ansehen. Für die Praxis ist an dem Tag bei diesem Thema aber leider keine Zeit mehr...

 
 
 
 
 


 
Fenster schließen